PostHeaderIcon Energieeffizienzprogramm

Die Entwicklungsgeschwindigkeit des Internets und der allgemeinen Kommunikationstechnologie hat in den letzten 20 Jahren mit ungeheurer Dynamik die Welt verändert. Für die weltweite Vernetzung wurden enorme technische Anstrengungen unternommen und zahlreiche Computeranlagen gebaut. Sie dienen der allgemeinen Infrastruktur des Internets, der Industrie, den Behörden, den Unternehmen und den privaten Nutzern. In der Industrie und bei Behörden existieren weitere große Netzwerke von Computeranlagen als Intranet. Der Energieverbrauch aller genannten Computeranlagen ist in der Summe gigantisch und produziert jedes Jahr viele Millionen Tonnen CO2. Dazu kommt eine enorme Abwärme, die praktisch ungenutzt durch Kühlung in die Atmosphäre abgegeben wird. Wissenschaftler, Unternehmer, Umweltverbände und Politik haben die Brisanz möglicher Folgen erkannt und bekämpfen die negativen Auswirkungen.

Energieverbrauch messen und optimieren

Um dem Thema gerecht zu werden, haben sich bereits mehrere Organisationen gebildet. Der Bundesverband der Informationswirtschaft BITCOM arbeitet zum Beispiel an der Thematik in Kooperation mit dem IT-Beratungsbüro Green IT. Gemeinsam entwickeln sie Energieeffizienzprogramme zur Identifizierung von Einsparmöglichkeiten. Unter http://www.green-it-beratungsbuero.de/content/breitenfoerderung-im-rahmen-des-erp-umwelt-und-energie können Interessierte sich ausführlich über die teilweise öffentlich geförderte Arbeit informieren. An den Forschungen beteiligt sich auch das renommierte Fraunhoferinstitut und entwickelt gemeinsam mit den Beteiligten Konzepte zur Energieeffizienz. Zahlreiche angeschlossene Unternehmen sind als Teilnehmer an den Studien beteiligt und stellen ihre Anlagen und Erfahrungen zur Verfügung.

Computernetzwerke effizienter machen

Die Energieeffizienz von Rechenanlagen ist für Unternehmen ein betriebswirtschaftlich relevanter Kostenfaktor. Der Stromverbrauch von Rechenzentren ist enorm und wird häufig durch kühlende Klimaanlagen zusätzlich gesteigert. Ein effizienter gestaltetes Hardwarekonzept mit weniger Abwärme erzeugt somit gleichzeitig mehrere Einspareffekte. Die letztlich noch immer anfallende Abwärme muss für eine gute Ressourceneffizienz ebenfalls einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden. Am Anfang der Optimierungsprozesse stehen jedoch das Erfassen der Energieverbräuche und das Identifizieren der Ursachen. Auf http://www.green-it-beratungsbuero.de/content/breitenfoerderung-im-rahmen-des-erp-umwelt-und-energie sind einige Projekte von Green IT aufgeführt, die sich der Problematik widmen. Im privaten Bereich sind viele Nutzer vom Tower-PC auf ein Notebook umgestiegen. Die Energieeffizienz ist dabei enorm gestiegen, denn ein Notebook benötigt nur einen Bruchteil der Energie eines handelsüblichen PC und bietet dennoch vergleichbare Rechenleistung. Die gleiche Entwicklung in großem Stil wird mit Green IT angestrebt. Ersatz von ineffizienten Geräten oder Technologien durch innovative Systeme.

Ausblick auf zukünftige Entwicklungen

Die Einführung des Cloud-Computing verlagert rechenintensive Anwendungen und Datenablage zunehmend in die Rechenzentren. Ein weiterer Ausbau dieser Zentralen ist daher notwendig. Die Messung der vorhandenen Energieeffizienz in Rechenzentren nach dem neu entwickelten PUE-Verfahren identifiziert die energieintensiven Anteile der Rechenzentren. Ihre Komponenten können dann durch effizientere Geräte und neue Technologien ersetzt werden. Der Neubau von Zentren berücksichtigt die Energieeffizienz bereits in der Planungsphase. Die erzielbaren Kosteneinsparungen steigern nicht nur die Umweltverträglichkeit sondern sie sparen enorme Kosten für Energieversorgung ein. Damit erhalten Unternehmen eine gestärkte Marktposition und erhöhte Wettbewerbsfähigkeit durch schlanke Kostenstrukturen. Die teilnehmenden Organisationen erforschen den Istzustand der heutigen Anlagen und entwickeln daraus neue Konzepte für Leistungssteigerung bei gleichzeitiger Energieeinsparung. Das wird auf die Hardware in den nächsten Jahren spürbaren Einfluss haben und die Prozessortechnologie und ihre Peripherietechnik stark vorantreiben.

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