PostHeaderIcon Brennholz im Wald machen

Aufgrund des steigenden Umweltbewusstseins der Menschen und der aktuellen Debatten über den CO2 Ausstoß mit dem damit verbundenen Klimawandel wurde der Brennstoff Holz auf dem Markt immer beliebter. Hat Holz doch eine sogenannte „neutrale“ CO2 Bilanz – das heißt, Holz setzt nur so viel Kohlendioxid frei wie es vorher auch gebunden hat.
Da Endverbraucher zunehmend Holz- und Kaminöfen in ihren Häusern betreiben steigt natürlich auch der Bedarf an Brennholz. Viele „Holzheizer“ beschließen daher ihren Brennstoff selbst zu gewinnen und gehen selbst in den Wald zum Brennholz machen.

Hier wendet man sich am besten – sofern man keinen eigenen Wald besitzt – an ein nahe gelegenes Forstamt. Diese vermitteln über den zuständigen Revierförster Waldabschnitte in denen die Kunden ihr Brennholz selbst aufarbeiten dürfen. Dabei handelt es sich meist um Reste von industrieller Holzfällung – also Baumkronen, dickere Äste und dünnere Stämme von gefällten Bäumen. Gegen Wunsch und einer kleinen Zuzahlung kann dieses Restholz auch in die Nähe von Wegen gezogen werden. Von dort kann es dann leichter abtransportiert werden.
Nach einer Einweisung vom Revierförster kann man im Prinzip schon loslegen und sein eigenen Brennholz aufarbeiten.

Was sich jedoch auf jeden Fall empfiehlt ist ein vorheriger Motorensägenlehrgang – die meist in 1- bis 2-tägigen Seminaren an Freitagen oder Samstagen angeboten werden. Diese, von den Forstämtern angebotenen, Lehrgänge bringen den Teilnehmern die Grundlagen der Holzernte mit theoretischem und praktischen Know-how nahe. In relativ kleinen Gruppen von rund 10 Personen kann jedem einzelnen Teilnehmer bei Schneideübungen mit der Motorsäge über die Schulter geschaut werden. Erfahrenes Personal kann so die Technik der Teilnehmer verbesser, um später gefährliche Unfälle zu vermeiden. Besonders für Personen, die noch nie mit einer Motorsäge gearbeitet haben, ist ein solches Seminar sehr empfehlenswert. In manchen Bundesländern ist es sogar bereits Pflicht einen Motorsägenlehrgang zu besuchen. Hier wird dann ein so genannter „Selbstbewerberschein“ ausgestellt, der bei der zuständigen Behörde vorgelegt werden muss.

Nicht vergessen sollte man zudem die richtige Schutzausrüstung für die Waldarbeit – ein Helm mit entsprechendem Gehörschutz, Handschuhe, Sicherheitsschuhe und natürlich eine Schnittschutzhose gehören zur Grundausrüstung. Mit dem richtigen Arbeitsgerät wie Motorsäge und Axt kann es dann schon losgehen. Die Baumstücke sollten auf 1-Meter-Hölzer geschnitten werden, welche anschließend gespalten werden. Die gespaltenen Meterstücke können dann je nach Bedarf mit der Kreissäge auf handliche Holzscheite zugeschnitten werden. Wer ganz feines Brennholz möchte, kann diese nochmals mit der Axt spalten. Lagern sollte das Brennholz dann an einem möglichst luftigen und trockenen Platz.

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